Grosse  Spanienfahrt 2012 - Costa Brava - Rückfahrt

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Am nächsten Tag sind wir wieder an der Costa Brava, wir parken im Hafen und erfreuen uns an den Parkverbotsschildern die wir regelrecht vermisst haben.

Nirgends in Spanien gibt es so viele Parkverbotsschilder und Höhenbegrenzungen wie an der Costa Brava. Im Katalanischen Teil, im Einflussbereich von  Girona, Barcelona und  Tarragona mag man keine Campingfahrzeuge ausserhalb der Campingplätze.

Parkverbot W
Generationswechsel W

Trotzdem riskieren wir ein “Knöllchen” und gehen spazieren. Alte Fischerboote  mit Stellnetzen und Reusen liegen im Hafen, aber überwiegend handelt es sich um moderne PS Starke Fischereifahrzeuge, die mit Bodenschleppankern die Reuse über den Meeresboden ziehen und so alles Leben aus dem Meer mitnehmen.

Die Schleppnetzfischerei ist trotz massiver Proteste gegen Grundschleppnetze immer noch “Standart”.

Spanien besitzt die meisten dieser Boote und schädigt damit bewusst massiv das Ökosystem des Meeres.

Radweg I W

Nach dem wir ein bischen mit den Fahrrädern die Küste abgefahren sind, fahren wir mit dem Wohnmobil weiter in die nächste Bucht.

Über enge Strassen fahren wir über den Berg und genießen erst einmal die Aussicht. Das Wetter ist angenehm obwohl wir erst April haben. Etwas über 20 Grad bei fast windstillem Wetter reichen aus, zu Hause sind es wenige Grad über Null.

Bergfahrten W

Am nächsten Tag treffen wir dann  bei San Pedro Pescador ein, Parken hier einige Kilometer von der Küste entfernt und fahren mit den Rädern zum Strand. Auch hier sind Campingcars ausserhalb der Campingplätze absolut unerwünscht.

Wir fahren also von St. Pedro Pescador am Campingplatz Aquarius vorbei zum Strand, am Strand lang und den Fluss wieder vom Meer weg. Teilweise ist der Weg sehr gut, leider aber auch zum Teil sehr matschig. Offenbar hat es zuvor geregnet, wir sind erst heute angekommen sehen die Bewölkung aber es war stets trocken.

So fahren wir zunächst über eine kleine Fussgängerbrücke und dann über den separaten Radweg neben der Fahrbahn über den Fluss Fluvià in das Örtchen. ( 2.000 Einwohner)

Was mir gut gefällt:

Schöne ausgeschilderte Radwege durch das “Reserva Natural Parcial”.

Was mir nicht gefällt:

Keine Parkmöglichkeit für ein Wohnmobil, diese sind ausserhalb der Campingplätze  unerwünscht.

In der deutschen Onlinezeitung der Nachbarstadt “Empuriabrava” steht: Aufgrund des Unverständniss der Ausländischen Urlauber, die genau wissen, dass Übernachten in Campingfahrzeugen innerhalb der Gemeindegebiete verboten ist, müssen die Fahrzeuge mit “Parkkrallen” bewegungsunfähig gemacht werden.  Link: An die Kette gelegt

San Pedro Pescador III W
San Pedro Pescador II W

Was mir schließlich gar nicht gefällt, ist dass ausschließlich auf  Ausländische Urlauber Jagd gemacht wird !

Die königliche “Instrucción de trafico 08-V-74”  verabschiedet als Zentrale Verkehrsanweisung aus  Madrid, den 28.01.2008   erklärt, dass Wohnmobile zu dulden sind, wo dies möglich ist.

So sehe ich dies auch, wir möchten auch gerne Parken können und wenigstens eine Nacht übernachten dürfen. Die regionalen Gemeinden sehen “leider“ keine Möglichkeit den Wohnmobilen ein Parkplatz gefahrlos zu überlassen. Ich halte das für Rechtswidrig.

Die Regionalen Gesetze erlauben Geldbußen bis zu 600 € bei Zuwiderhandlungen, die Polizei setzt dies nur bei AUSLÄNDISCHEN Wohnmobilen auch knallhart um.

Das finden wir nicht gut, wenn dann sollte es für alle gelten !

Aber so ist Europa, einige sind eben gleicher .....

Auf der Rückfahrt fahren wir die A 75 ( E 11 ) über Clermont - Ferrand durch das Zentralmassiv. Wir wollen uns diese Strecke noch einmal ansehen.

Wieder beeindruckt uns die Gegend und die gut ausgebaute Autobahn mit ihren zahlreichen Tunnel.

TunnelF W
Zentralmassiv W

Es wird wohl unsere letzte Fahrt durch das  Zentralmassiv sein, denn die Fahrstrecke ist über 100 km länger als über Lyon und viele Steigungen lassen den Kraftstofftank schnell leer werden.

Wir schauen uns von einem Parkplatz das Viaduc de Garabit von Gustace Eiffel errichtet an. Zum Bauzeitpunkt war diese 123 m hoch über den FlussTruyère, dort schaffte man einen Stausee der durch den viel höheren Wasserspiegel die Höhe der Brücke auf 95 m verringerte. Dadurch verlor die Brücke den Status “Höchste Eisenbahnbrücke der Welt”.

Wir fahren weiter, es regnet und auf den Bergen liegt Schnee auch am Fahrbahnrand der Autobahn Mitte April 2012 auf ca. 1.000m.

Zentralmassiv III W

Wir fahren dann noch über Luxemburg an der Mosel zurück nach Hause womit unser Frühlingsausflug nach Spanien endet.

 

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