Grosse  Spanienfahrt 2012 - Andalusien - Rückfahrt

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Irgendwann ist immer das Ende einer Reise erreicht, wir wenden und begeben uns auf den Rückweg.

Auch grosse PV Anlagen mit drehbaren ( nachführbaren ) Ständern stehen in der Landschaft und erzeugen Strom.

Der spanische Stier ( Osborne Stier ) der oft in der Landschaft steht, begleitet uns noch bis zur Grenze.

Stier W

Von der N 340 bei Pelayo,  noch vor Algeciras - der Stadt gegenüber  Gibraltar  liegt ein grosser Parkplatz auf dem wir Pause machen.

Wir schauen noch einmal nach Afrika herüber und irgendwie wollen wir gar nicht weg. Obwohl einige Monate zu Hause sprechen uns doch an und die Arbeit ruft auch.

Andalusien I W
Analusien II W
Gibraltar RII W
GibraltarRI W
Gibraltar RIII W Gibraltar RIV W

Die N 340  führt durch Algeciras hindurch, wir sehen Gibraltar von weitem, neben dem Mediamarkt stehen  die “Herkules - Türme”  mit ihren Betonschriftzeichen “nichts ist größer” ...

Aber man sieht auch andere Fahrzeuge, so z.B. einen Ochsenkarren, der gerade die N 340 überqueren will und auf eine Lücke wartet. Wir wenden und fahren an den Strassenrand, der Bauer guckt uns an, wir gucken ihn an.

Nett winken wir dann und er winkt zurück bevor er die Ochsen antreibt. Tatsächlich gehorchen die Ochsen auf jeden Befehl des Bauern.

Ochsenkarren W
Gibraltar RV W
Gibraltar RVI W

Wir fahren übrigens nicht auf der  N 340 um Mautgeld zu sparen, sondern um die Küste zu sehen.

Als unsere Kinder noch nicht da waren, waren wir hier unterwegs, dann kamen die Kinder und ich wurde unverschuldet in einen Verkehrsunfall verwickelt, hatte seit dem Unfall starke Schmerzen und wir waren nie mehr richtig  unterwegs.

Jetzt mit dem eigenen Wohnmobil und hochwertigen Medikamenten ( Schmerzpflaster u.a. ) geht es wieder.

Auch die Elektrofahrräder helfen mir, mobil zu sein, denn viel laufen kann ich nicht.

Wir sehen uns mehrere typische Touristenstädte an.  Jetzt im März / April 2012 sind diese leer, überall sind die Rolläden runtergelassen und die Strände und die Strassen sind Menschenleer.

Für uns ist das absolut sehenswert !

Aber auch die Landstrasse ist sehr gut ausgebaut und man gut darauf Reisen. Früher musste man auf einer schmalen Strasse um jeden Berg herumfahren. Das war Stress pur, heute führt ein Tunnel durch den Berg und die Strasse ist breit ausgebaut, sogar ein Randstreifen für eine Panne ist vorhanden.

Teile der alten Strasse hat man öfter als Parkplatz erhalten, so das wir öfters anhalten können. Die Berge zur Küste hin, hat man einfach abgetragen ( siehe Markierung auf dem Foto ), das Material Richtung Meer geschüttet und die Strasse gebaut.

Teilweise mussten Betonstützmauern gebaut werden, da es zur Küste steil abfällt. Die Fotos sind übrigens auf der A 332 im Bereich San Juan de los Terreros entstanden, stehen aber stellvertretend auch für andere Bereiche.

Wir reden viel über unsere Erfahrungen die wir auf dieser Reise gewonnen haben, das neue LIFETAB von Aldi hat sich bewährt.

Das Modell 9514 mit 64 GB Speicher ( 32 GB Speicherkarte nachgerüstet ) hat uns sehr gute Dienste getan. Es war ständig an, e-mails wurden sofort angekündigt und wir konnten perfekt und sehr kostengünstig Kontakt mit den Daheimgebliebenen halten.

Tourigebiet W
gut ausgebaut W
Tunnel W
Parkplatz W

Lustig sieht die dünne Erdschicht auf dem Felsen aus, wie mit einem Messer durch den Berg geschnitten, kann man sehen, das nur knapp 10 cm unfruchtbare Erde auf den Felsen liegt. Da auch keine nennenswerten Wasserspeicherung zur Verfügung steht, bleibt der Bewuchs karg. 

Auch im unteren Foto sieht man das die einzelnen Bergausläufer gekappt wurden, einfach so stehen bleiben und die Strasse mit Betonstützmauern gesichert wurde.

Das da etwas runterrollen könnte, hält offenbar niemand für möglich.

Die unteren Bilder zeigen einige Kilometer weiter, als wir direkt an der Küste fahren, kurz vor der “Urbanizacion Calareona” das jede Verfügbare Fläche mit Plastikfolien Gewächshäusern zugebaut wurde.

Auf diesem Parkplatz hatten wir dann eine etwas unheimliche Begegnung mit  weiterziehenden “Landarbeitern”. Eine Gruppe von ca. 20 Menschen, Männer, Frauen und Kinder die offenbar aus Marokko stammen, geht über an der Strasse lang und kommt ebenfalls auf den Parkplatz, wo wir Essen und Pause machen.

Bei dem Parkplatz handelt es sich offenbar um einen alten “Bauplatz” auf dem früher zum Zweck des Strassenbau Material und Baufahrzeuge standen, den man mit Begrenzungen versehen hatte um ihn als Parkplatz auch für LKW`s zu nutzen.

Bergschnitt3 W
Plastik II W

Jetzt zur Mittagszeit ist er ganz leer, wir sind die einzigen die dort stehen. Wir hatten zunächst die Aufbautür offen und den Insektenschutz zugeschoben.

Die Landarbeiter schauen zu uns herüber und gehen zu einem Steintisch mit Steinbänken, setzen sich zum Teil die andere Hälfte bleibt stehen und diskutiert und schreit sich lautstark an.

Wir sind natürlich sehr beunruhigt und schließen und verriegeln die Aufbautür. Da wir etwa 15 m entfernt stehen und Essen auf dem Tisch haben, können wir nicht so ohne weiteres weiterfahren, essen also besorgt weiter. Mit großer Freude sehen wir nun ein Polizeifahrzeug der Guardia Civil ankommen, dass sich ebenfalls auf den Parkplatz stellt und dort stehen bleibt.

Nach knapp drei Minuten ziehen die Landarbeiter plötzlich schweigend, Angesicht des Polizeifahrzeugs war die “Diskussion” nämlich plötzlich beendet, weiter am Strassenrand Richtung Almeria.

Das Polizeifahrzeug fährt nach ca. 8 Minuten “zufällig” in die gleiche Richtung.

Auch wir beenden trotzdem unsere Pause, spülen schnell ab und fahren sofort weiter. Ich gebe es zu mit pochenden Herzen fahren wir an Águilas vorbei auf die AP 7 und fahren mehrere Stunden Richtung Frankreich.

Die Personen sahen nicht vertrauenserweckend aus, die überwiegend Männer mit Turban oder Mützen auf dem Kopf, einige Frauen verschleiert, armselige Bündel wurden getragen.

In einigen Gesichtern der Männer sahen wir große Narben, fotografieren wollen wir zu diesem Zeitpunkt nicht.

Erst nach einigen Stunden geht unser Herzschlag wieder normal, wir fahren von der Autobahn ab und zurück auf die N 340. Dort sehen wir an der Küste mehrere Campingfahrzeuge stehen und fahren dort hin und beenden die Tagestour. Gehe nein bisschen spazieren, lesen und telefonieren.

Nach dem Abendessen sehen wir uns einen Film vom Speicherstick an und gehen dann schlafen. Obwohl wir “wild” stehen, fühlen wir uns sicher. Aber die Begegnung fällt und immer wieder ein und gibt uns zu denken, was wäre wenn die jetzt auftauchen und wir schon schlafen ?

Bilden wir uns das nur ein, dass die Marokkaner sich streiten ist ja ihre Sache, muss ja nichts heißen. Dann erinnern wir uns an die Narben in den Gesichtern der Männer.

Vom Tomatenpflücken bekommt man nicht solche Narben ....

Am nächsten Tag fahren wir weiter.

Wir  fahren zurück zur Costa Brava  

 

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Bergecke weg W
Bergschnitt W
sehenswert W
Plastik I W
Begegnung I W
Begegnung II W
Weiterfahrt W
Tagestour W
Schlafplatz W